Der Handel mit CO2-Zertifikaten
Wie entstehen Treibhausgase?
Zu den Treibhausgasen gehören Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan, Lachgas, Fluorkohlenwasserstoffe (FKW) und Schwefelhexafluorid.
CO2 ist dabei das wichtigste anthropogene (durch den Menschen verursachte) Treibhausgas.
Jeden Tag setzen wir Menschen diese Treibhausgase frei: Direkt, wie beim Autofahren durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe oder indirekt, wie beim Einkauf im Supermarkt, wenn wir zu den Kiwis aus Neuseeland greifen. Gelangen diese Gase in die Atmosphäre, entsteht der bekannte Treibhauseffekt und die Erdatmosphäre wird erwärmt. Gelangen zu viele Treibhausgase in die Atmosphäre, verändert sich das Weltklima und bewirkt eine Zunahme der Temperatur, das Abschmelzen der Pole, den Anstieg der Meeresspiegel und die Zunahme von Wetterextremen. Die derzeitige Erwärmung der Erde ist nicht mehr rückgängig zu machen.
Mit Hilfe von Klimaschutzmaßnahmen sollen weitere Folgen des Klimawandels zumindest abgeschwächt und der von Menschen verursachten Verstärkung des Treibhauseffekts entgegengewirkt werden.
Im Mittelpunkt stehen daher die Reduzierung und der Ausgleich der Treibhausgas-Emissionen.
Das CO2 macht etwa 60 % des vom Menschen verursachten Treibhauseffekts aus. In der Wissenschaft ist man sich einig, dass der steigende CO2-Gehalt in der Erdatmosphäre entscheidend für die Erderwärmung ist. Daher dient der CO2-Gehalt in der Atmosphäre auch als Referenzwert. Die Werte der anderen Treibhausgase werden daher in CO2-Äquivalente umgerechnet, so dass in der Alltagssprache meist nur noch von CO2 gesprochen wird.
Wie funktioniert der Handel mit CO2- Zertifikaten?
Der Emissionshandel bewirkt, dass dort Emissionen vermieden werden, wo ihre Vermeidung wirtschaftlich am meisten Sinn macht.
Da die Erwärmung der Erde, die der Treibhauseffekt verursacht, ein globales Phänomen ist, ist letztendlich der Gesamtgehalt an CO2 in der Erdatmosphäre entscheidend.
Auf dieser Erkenntnis basiert Klimaneutralität: Emissionen, die an einem Ort entstehen, können durch Einsparungen anderenorts wirksam kompensiert (neutralisiert) werden.
Wo geht das Geld hin?
Weltweit belaufen sich die CO2-Emissionen auf jährlich rund 30 Mrd. Tonnen.
Etwa ¾ davon entstehen bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern wie Erdöl, Kohle oder auch Erdgas.
Etwa ¼ wird durch die Brandrodung der tropischen Regenwälder (jährlich ca. 15 – 20 Mio. ha) verursacht.
Mit der Förderung von Projekten die dazu beitragen, entweder CO2 zu binden (z.B. Aufforstung des Regenwaldes) oder den CO2-Ausstoß verringern (z.B. Windenergie anstatt Kohlekraftwerk) kann die Gesamtbilanz verbessert werden.
Diese Klimaschutzprojekte müssen anerkannten und internationalen Qualitätsstandards entsprechen, damit diese für den Emissionshandel zugelassen werden. Die Projekte von ClimatePartner, wie beispielsweise ein Waldschutzprojekt im Kongo oder ein Windenergiepark in Taiwan, sind entweder durch den deutschen TÜV Nord oder einen anderen europäischen TÜV zertifiziert. Zusätzlich wird die Ausgabe der einzelnen CO2-Zertifikate durch ClimatePartner von einem Wirtschaftsprüfer kontrolliert.
Somit ist gesichert, dass Ihr Beitrag zum Klimaschutz auch wirklich ankommt.